Umsatzsteuer Kleinunternehmer 2026: Regelung, Schwellen und Optionen

Kurz gesagt

Quellen: UStG, BMF-Schreiben — Schwellen jährlich prüfen.

Die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG vereinfacht die Umsatzsteuer für kleine Betriebe. Sie entfällt auf Umsatzsteuer in Rechnungen, schränkt aber den Vorsteuerabzug ein.

1. Voraussetzungen 2026

Entscheidend sind die Umsätze des Vorjahres und des laufenden Jahres. Die aktuellen Grenzen (25.000 € / 100.000 €) sind im Gesetz und in BMF-Veröffentlichungen dokumentiert.

KriteriumHinweis
VorjahresumsatzOberhalb der Grenze → keine Begünstigung im Folgejahr
Laufendes JahrÜberschreitung beendet Begünstigung zum Jahresende

2. Rechnungsstellung

Rechnungen müssen den gesetzlichen Hinweis enthalten, dass keine Umsatzsteuer ausgewiesen wird. Fehler können zu Nachforderungen führen.

3. Vorsteuer und B2B

Ohne Regelbesteuerung kein Vorsteuerabzug — bei Investitionen oder Mieten mit USt kann die Regelbesteuerung wirtschaftlich attraktiv sein.

4. Umsatzsteuer-Voranmeldung

Kleinunternehmer reichen in der Regel eine jährliche Umsatzsteuererklärung ein; bei Option oder Überschreitung gelten monatliche oder vierteljährliche Fristen.

5. Quellen

FAQ

Muss ein Kleinunternehmer Umsatzsteuer ausweisen?

Nein, bei Anwendung der Kleinunternehmerregelung darf keine Umsatzsteuer berechnet werden. Der gesetzliche Hinweis auf der Rechnung ist Pflicht.

Kann ich freiwillig zur Regelbesteuerung wechseln?

Ja, eine Option zur Regelbesteuerung ist möglich und sinnvoll, wenn Sie regelmäßig Vorsteuer abziehen möchten oder B2B-Kunden USt auf der Rechnung erwarten.

Was passiert bei Überschreitung der Schwellen?

Überschreiten Sie die Jahresgrenze, endet die Begünstigung in der Regel mit Ablauf des Kalenderjahres. Planen Sie den Übergang und die Umsatzsteuer-Voranmeldung frühzeitig.