Kirchensteuer für Selbständige: Wer zahlt und wie viel?
Kurz gesagt
Kirchensteuer ist keine separate Einkommenssteuer, sondern ein Zuschlag auf die festgesetzte Einkommensteuer. Selbständige sind wie Angestellte betroffen, wenn sie Kirchenmitglied sind.
1. Bemessungsgrundlage
Die Kirchensteuer bemisst sich nach der tariflichen Einkommensteuer — nicht nach dem Bruttogewinn. Sonderausgaben und Freibeträge wirken indirekt mit.
2. Einzug
Das Finanzamt zieht die Kirchensteuer ein und leitet sie an die Religionsgemeinschaft weiter. Bei Selbständigen erfolgt dies über die Einkommensteuer-Veranlagung.
3. Kirchenaustritt
Ein Austritt bei der zuständigen Behörde beendet die Steuerpflicht. Fristen und Wirkungen sind landeskirchlich geregelt.
4. Absetzbarkeit
Kirchensteuer ist als Sonderausgabe abziehbar und mindert damit indirekt die Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer.
5. Quellen
FAQ
Wer ist kirchensteuerpflichtig?
Mitglieder einer steuererhebungsberechtigten Religionsgemeinschaft (z. B. römisch-katholisch, evangelisch) zahlen Kirchensteuer auf die Einkommensteuer.
Wie hoch ist der Kirchensteuersatz?
In den meisten Bundesländern 8 % oder 9 % der Einkommensteuer (nicht des Einkommens). Bayern und Baden-Württemberg: 8 %, andere Länder oft 9 %.